Wynex - Herrliberg/Zürich: Toskana Chianti Classico und Pietraforte
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Die etwas andere Weinhandelsorganisation




CHIANTI CLASSICO D.O.C.G.

FATTORIA DI CINCIANO Poggibonsi (Siena) Italia




    Die Toskana ist wahrscheinlich die Region mit der ältesten Weinkultur Italiens. Schon die Etrusker versuchten sich ab dem 8. Jahrhundert v.Ch. im Weinbau, indem sie sogar lebende Bäume als Stützen für die Weinreben benutzten. Mit dem Römischen Reich kam die Toskana zu Ruhm und Ehre.


Chianti als Bezeichnung geht zurück auf das 14. Jahrhundert. 300 Jahre später hatte dieser Wein bereits einen so guten Ruf, dass Händler manchmal minderwertige Weine als Chianti verkaufen wollten. Der damalige Großherzog erließ deshalb ein Dekret, welches den Weinbau in seinem Hoheitsgebiet genau festlegte. Dieses Gebiet deckt sich zum größten Teil mit dem heutigen Chianti Classico-Gebiet zwischen Siena und Florenz. Die beiden Städte allerdings lagen jahrhundertelang im bitteren Streit, bis Mitte des 16. Jahrhunderts sich endlich ein Wille zum Frieden abzeichnete. Zur Festlegung der noch heute gültigen Grenzen soll, laut Legende, ein schwarzer Hahn beigetragen haben:

Um den endlosen Konflikten zwischen Siena und Florenz ein Ende zu machen, entschieden die beiden Städte, zwei edle Ritter mit der endgültigen Festlegungung der territorialen Grenzen zu betrauen: Im Morgengrauen von einem Hahn geweckt, sollten sie auf die gegnerische Stadt zureiten und dort, wo sie aufeinander träfen, würde man die Grenze ziehen. Die Sieneser päppelten einen schönen weissen Hahn auf, der durch allzu reichliches Futter bald feist und schwer wurde; die Florentiner wählten ein dürres, schwarzes Hähnchen, das sie so kurz hielten, dass es dann am bewussten Morgen lang vor der Morgendämmerung hungrig krähte. Ergo machte sich der florentinische Ritter sehr früh auf den Weg und begegnete dem Sieneser erst ein Dutzend Kilometer vor Siena in Fonterutoli: damit fiel fast das gesamte Territorium des Chianti Classico unter die Herrschaft der Republik Florenz.

Dieser "Gallo Nero" ist nach wie vor das Emblem des Chianti Classico. Nicht alle Weingüter im Chianti Classico dürfen dieses Qualitätslabel führen. Voraussetzung dafür ist, dass Chianti Classico mit dem "Gallo Nero" auch innerhalb der Produktionszone abgefüllt wird, was unter dem italienischen Weingesetz für keinen anderen Wein vorgeschrieben ist. Der Sinn dieser Bestimmung liegt darin, effektivere Kontrollen zu ermöglichen.
Chianti Classico wird aus Sangiovese, der Spitzensorte der Toscana, sowie der ebenfalls autochtonen Sorte Canaiolo Nero gekeltert, und darf als Assemblage zuweilen noch maximal zehn Prozent anderer roten Sorten enthalten. Bei den Produkten der Fattoria di Cinciano sind dies nebst 90% Sangiovese und 8% Canaiolo lediglich 2% Malvasia und Trebbiano. Die Zusatzbezeichnung "Classico" darf ein Chianti nur führen, wenn er aus der ursprünglichen Anbauzone zwischen Siena und Florenz stammt. Ein Chianti Classico benötigt mindestens 7 Monate Ausbauzeit im Fass, bei Cinciano sind dies 12 Monate (bei mittlerem Röstungsgrad der Eichenfässer). Chianti Classico zeichnet sich aus durch seine lebhaft rubinrote Farbe, welche sich nach längerer Lagerung in ein dichtes Granatrot wandelt. Er bürgt für intensives blumiges Bouquet, würzigen harmonischen Geschmack und angenehmes, samtig eingebundenes Tannin. Chianti Classico ist ein ausgesprochen vielseitiger, lagerbarer Wein.

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